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geschrieben von Meike Veit am 25.05.2018

Achtung, Baum fällt! Mein Motorsägen-Lehrgang an der DEULA

Hallo Fans und Follower,

schon länger habt ihr nichts von mir gehört. Dies lag daran, dass ich mich intensiv auf die in der letzten Woche geschriebene Abschlussprüfung vorbereitet habe. Doch nun gibt es interessante Neuigkeiten!

Ich war am 7. und 8. Mai auf einem Zusatzlehrgang beim Überbetrieblichen Ausbildungszentrum DEULA in Kempen. Der AS1 konnte unter bestimmten Voraussetzungen zusätzlich erlangt werden – dieser Arbeitssicherheit Baum 1 berechtigt dazu, gefährliche Baumarbeiten durchzuführen.

Montag:

Bei der DEULA angekommen, meldete ich mich an. In Halle 16 sollte es los gehen. In Gruppen eingeteilt, Motorsägen zugewiesen, Ketten geschärft und den Sprinter beladen, ging es los: Wir fuhren in ein Waldstück in Kempen, direkt an der A3. Doch – typisch Montag! -, blieben wir auf dem Weg dorthin stecken. Also mussten wir erstmal raus und anschieben…Als wir es endlich geschafft hatten, den 3,5 Tonner loszuschaukeln, gab es auf den Schreck erst einmal einen Kaffee.

Nachdem wir die Grundlagen noch einmal wiederholt hatten, liefen wir in den Wald. Die Grundlautstärke der Autobahn wurde schon bald durch das Laufen der Motoren unserer Motorsägen übertönt. Unser Ausbilder ließ uns alle in seinem Beisein einen Baum beurteilen und fällen. Dann wurden wir alleine los geschickt. Von morgens 8:30 Uhr bis nachmittags 16:30 Uhr sägten wir, was das Zeug hielt. Mit Eifer und Ehrgeiz sowie Neugier, immer neue Fäll-Techniken lernen zu dürfen, ging der Tag schnell rum. Doch ich musste feststellen, dass es unglaublich anstrengend war. Nicht nur, dass das Wetter mit 28 Grad und Sonne etwas kontraproduktiv war, denn auch im Wald wird es warm – nein, auch die Mücken freuten sich besonders darüber, wenn wir verschwitzt eine kurze Pause machten!

Wahnsinn, wie es richtige Profis schaffen, im Beruf des Forstwirtes von morgens bis abends im Akkord richtig dicke Bäume zu fällen. Doch da ich zufällig einen guten Freund habe, welcher im Staatsforst arbeitet, fragte ich ihn, wie ich meine Technik verbessern könnte, um Energie zu sparen. Seine Tipps: “Der Trick besteht darin, sich nicht beim ersten Baum zu verausgaben. Man muss seine Kräfte und Ausdauer kennen und gezielt einsetzen. Die Säge kann zwischendurch immer abgestüzt werden. Ihr Gewicht zehrt auf Dauer auch an der Kraft. Ebenfalls ist es wichtig, gleichmäßig und sauber zu arbeiten, so muss man nicht unnötig nacharbeiten. Wie sagt man so schön, Routine macht den Meister 😅”. Was er mir noch geraten hat:

  • Eine immerzu scharfe Kette ist wichtig, so spart man einiges an Kraft.
  • Dreckige Wurzelanläufe sollten immer erst mit dem Beil sauber gemacht werden, um die Kette zu schonen.
  • Bäume am besten immer in Hangrichtung fällen unter Einhaltung der Rückeordnung, denn das Keilen von Bäumen zehrt immer an der Ausdauer.

So die Grundsätze eines Profis 😉 Leichter gesagt als getan. Doch ich setzte es mir am zweiten Tag zum Ziel.

 

Dienstag:

Neuer Tag, neues Glück. Morgens bekam ich eine neue Kette für meine Säge und montierte sie. Juhuuu…perfekte Voraussetzungen 😉 Dann luden wir ein und fuhren los. Diesmal ging es in ein Waldstück in die Niederlande. Unser Ausbilder sprach noch eine Warnung vor Wildschweinen aus, was uns alle nicht unbedingt beruhigte. Im Wald angekommen, tranken wir wie am Tag zuvor erst einmal einen Kaffee und aßen Brötchen.

Gestärkt ging es los. Die Aufgabe für den Tag war, dass jeder einen Baum seilunterstützt alleine fällen sollte. Mein erster Baum fiel nicht so schön. Doch es blieben alle unverletzt, so dass man noch akzeptieren konnte, wie er fiel.

Ich erinnerte mich immer wieder an die Worte meines Freundes, den Forstwirt, was zur Arbeitseffektivität und Kraftersparnis beiträgt. So fällte ich meinen zweiten Baum zielgenau und im Vergleich zum ersten schöner und sauberer. Wenn’s am besten ist, soll man ja bekanntlich aufhören, dachte ich mir und astete nur noch auf, schnitt Unterlagen und 2 Meter-Stücke.

Gegen 15 Uhr fuhren wir Richtung DEULA. Vor Ort ging es dann an die Reinigung und Motorsägenpflege.

Im Großen und Ganzen ein gelungener Lehrgang, auf welchem ich viel Spaß hatte und viel Neues lernen durfte.

Ich wünsche jedem, dem der Lehrgang noch bevor steht, genauso viel Spaß wie mir und viel Erfolg.

Bis dahin, eure

#Meike

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