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geschrieben von Johanna Linnemann am 02.10.2019

Gärtnern in Nordirland – Ein Auslandspraktikum beim National Trust

Halli Hallo ihr Lieben,

anstatt Urlaub zu machen, habe ich in diesem Jahr einfach meinen Arbeitsplatz an einen anderen Ort verschoben. Im Juli war ich für zweieinhalb Wochen in Nordirland und habe dort ein Auslandspraktikum gemacht. Man könnte meinen, das war eine lange im voraus geplante Reise, doch es war mehr die Spontanität, die mich nach Nordirland gebracht hat. Der VGL NRW bietet diesen Austausch mit Erasmus+ an. Dort hatte ich mich auch beworben, doch der Brexit wollte mir erst einen Strich durch die Rechnung machen. Es stand auf der Kippe, ob die Fahrt wirklich stattfinden würde – weshalb ich gedanklich schon einen Haken dran gemacht hatte…auch wenn ich etwas enttäuscht war. Zwei Wochen vor der tatsächlichen Abreise erhielt ich dann einen Anruf, ob ich noch interessiert wäre! Es würde doch eine Gruppe nach Belfast in Nordirland fliegen. Da hab ich natürlich sofort ja gesagt. Schnell wurden Flüge gebucht, Koffer gepackt und vor allem noch eine total spontane Absprache mit meinem Ausbildungsbetrieb getroffen (danke an dieser Stelle nochmal, dass ihr mir das mit ermöglicht habt!).

Auf geht’s nach Belfast!

Und dann saß ich auch schon im Flieger nach Belfast, die Hauptstadt von Nordirland und mein Wohnort für die nächsten zweieinhalb Wochen. Ich habe dort in einem Haus mit zwei anderen Teilnehmern von Erasmus+ zusammen gelebt. Jeder hatte sein eigenes Zimmer, es gab zwei Bäder und eine gemeinsame Küche sowie ein Ess-/Wohnzimmer.

Nun aber zu dem Teil, der hier alle viel mehr interessiert: Der Garten. Mein Arbeitsplatz.

Während meiner Zeit dort habe ich als Freiwillige für den National Trust in Rowallane Garden gearbeitet. National Trust ist eine gemeinnützige Organisation, die sich der Denkmalpflege und dem Naturschutz in England, Wales und Nordirland verschrieben hat. Die Organisation besitzt neben historischen Gebäuden und Gärten auch Landstriche und Küstenlinien.

Rowallane Garden ist ein wundervoller Ort und ist mit 21 Hektar (52 acre) auch ein ganz schön großer Garten mit viel Umland. Innerhalb des Garten gibt es mehrere „Themengärten“ wie zum Beispiel den „Walled Garden“, der durch seinen formellen Gestaltungsstil besticht.

Entspanntes Arbeiten in einem tollen Team

Zu meinen täglichen Aufgaben im Garten gehörte auf jeden Fall das Unkraut jäten. Ich kann euch versichern, auf der anderen Seite vom großen Wasser wächst das gleiche Unkraut wie bei uns zuhause 😀 Aber das Jäten war gar nicht schlimm, denn so hatte man genug Zeit, um sich mit den ArbeitskollegInnen zu unterhalten und auszutauschen. Aber keine Sorge, ich habe mich nicht nur mit Unkraut beschäftigt. Da viele Wege im Garten wassergebundene Wegedecken sind, galt es die Deckschicht mit neuem Material nachzubessern oder bei den Waldwegen eine natürliche  „Randeinfassung“ aus Stämmen herzustellen, damit die Besucher auf den Wegen bleiben und nicht abkürzen.

Besonders Spaß gemacht hat das Reinigen eines Wasserbeckens. Quasi Wathose angezogen und reingesprungen 😀

Natürliche  „Randeinfassung“ aus Stämmen.
Ab in den Teich!

Insgesamt war die Arbeitsatmosphäre immer sehr entspannt. Rowallane Garden hat ein großartiges und vor allem unfassbar liebes, nettes und freundliches Gärtnerteam. Da hat mich sich richtig dazugehörig gefühlt.

Sightseeing quer durch Nordirland

Neben der Arbeit hatte man auch genug Freizeit, um sich ein bisschen Nordirland anzuschauen. An einem Tag waren wir zum Beispiel wandern und haben die irische Natur genossen. Außerdem haben wir einen Tag einen Surfkurs in Portrush besucht. Dank einer Golfveranstaltung war der Strand menschenleer und wir hatten zusätzlich noch besten Sonnenschein und dank der Neoprenanzüge haben wir auch kaum gefroren :D. Mein absolutes Ausflugs-Highlight war Mount Stewart. Ein 30 Hektar großes Anwesen mit großem Wohnhaus und formellen Gärten sowie weitläufigem Waldgelände, Waldgärten und einem See. Die Gärten waren im allerbesten Zustand, eine absolute Bereicherung!

Die traumhafte Landschaft von Nordirland
Strand von Portrush
Mount Stewart – eine absolute Bereicherung!

Dadurch, dass wir als Freiwillige für den National Trust gearbeitet haben, konnte wir viele Sehenswürdigkeiten (alle, um die sich der National Trust kümmert) kostenlos besichtigen. Wenn es danach gegangen wäre, hätten wir noch zwei weitere Wochen in Nordirland bleiben können, denn es gibt wirklich viel zu sehen. Da kann ich wirklich nur eine eindeutige Reiseempfehlung aussprechen!

Und überhaupt: Sollte jemand mal die Gelegenheit haben, im Ausland zu arbeiten, dann kann ich das nur empfehlen! Im Nachhinein sind es nicht in erster Linie die Tätigkeiten gewesen, bei denen man etwas gelernt hat, sondern viel mehr die Begegnung mit den Menschen und der Austausch, der einen bereichert hat.

Abschließend möchte ich mich noch bei zwei Menschen bedanken, die meine Zeit in Nordirland und die gesamte Reise auf ihre ganz eigene Art und Weise einzigartig gemacht haben. Danke Ronja und Christian, ohne euch wäre es niemals so großartig gewesen!

Bis dann, eure Johanna

Rückblick

Mein grünes NRW 2016

Unter dem Hashtag #meingrünesNRW haben während des Wettbewerbs in den Monaten Juli-September zahlreiche Teilnehmer ihre Lieblingsplätze veröffentlicht.
Auch nach Ende des Wettbewerbs sind wir gespannt auf eure Lieblingsplätze in NRW und freuen uns über jedes Bild, das bei Instagram oder Facebook mit dem Hashtag #meingrünesNRW eingereicht wird.

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