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geschrieben von Johanna Linnemann am 22.05.2018

Kräfte messen – Die “Bundesjugendspiele” der Landschaftsgärtner

Halli Hallo ihr Lieben,

Anfang Mai ging es für mich mal wieder raus aus dem Baustellen-Alltag für eine tolle Sache: Den Landschaftsgärtner Cup NRW 2018!

Der Cup ist eine Meisterschaft für Auszubildende im Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau aus NRW. Seit 1994 wird er jährlich ausgetragen und fand dieses Jahr mit mehr als 230 Teilnehmern am 4. und 5. Mai im Westfalenpark Dortmund statt.

Mit unserer Team-Nummer 11 waren wir (ein weiterer Azubi aus meinem Betrieb und ich) zuerst mit der Bauaufgabe an der Reihe. In 2,5 Stunden sollte man einen Ausschnitt eines Hausgartens nach Plan auf einer Fläche von 1,5 x 3,0 Metern erstellen. Als Materialien waren ein Betonbord und Beton- sowie Natursteinkleinpflaster vorhanden. Damit sollten zwei Pflasterflächen und ein Läufer (als Einfassung für eine Pflanzfläche) entstehen. Außerdem musste Rollrasen verlegt und eine Pflanzfläche erstellt werden.

Voller Tatendrang machten wir uns ans Werk und mussten nach gut einer Stunde feststellen, dass wir unseren Plan nicht richtig ausgerichtet hatten… oh shit!! Naja, nützt ja nichts. Also nochmal von vorne und dieses Mal richtig herum. Die ganze Fläche in quasi der Hälfte der Zeit zu erstellen, ist uns leider nicht gelungen. Trotzdem konnten wir alle bautechnischen Arbeiten fertig stellen.

Leicht gefrustet ging es für uns zum Mittagessen. Aber es kann dann doch nur besser werden, oder? Und so war es auch. Frust runter geschluckt und weiter gemacht und alle Anfangsschwierigkeiten waren verflogen.

Bei der Vermessungsstation musste man in 1,25 Stunden eine Stufenanlage mit vier Blockstufen und zwei Podesten abstecken. Außerdem sollten die Mengen der Kanten- und Pflastersteine für die Podeste berechnet werden. Das hat wirklich gut geklappt und uns beflügelt, weiter durchzustarten. Danach wurden wir noch in unseren Pflanzenkenntnissen, dem Pflanzenschutz und Aufgaben zur Betriebswirtschaft geprüft.

Ein besonderes Highlight war für mich das „Landschaftsgärtnerische Spezialgebiet“. In zwei Minuten musste man so oft wie möglich einen Golfball in ein kleines Rohr, das aufrecht in einem Sandeimer stand, fallen lassen. Der Golfball lag aber auf einem Esslöffel, welcher vorne mit einer Schraubzwinge befestigt war, wo normalerweise der große Löffel hängt. Ganz behutsam und vorsichtig musste man also vorgehen – wenn man daneben steht, sieht es immer leichter aus, als wenn man es selbst macht! 😉

Zum Abschluss des Tages gab es noch eine Abendveranstaltung inklusive Verpflegung und nettem Miteinander und mit der Ehrung der Stationsbesten sowie der 20 besten Teams, die es in die nächste Runde geschafft haben. Wir hatten uns leider nicht für den zweiten Tag qualifiziert, an dem eine weitere Bauaufgabe gestellt wird. Dies spielt sich auf einer größeren Fläche ab und ist deutlich anspruchsvoller.

Die Gewinner des zweiten Tages qualifizieren sich für den Bundeswettbewerb. Dieser findet im September auf der GaLaBau Messe in Nürnberg statt. Dort können sie sich für weitere Wettbewerbe auf europäischer und internationaler Ebene qualifizieren.

Insgesamt war der ganze Cup eine tolle Veranstaltung, die super organisiert war und viel Spaß gebracht hat. Im Hinblick auf anstehende Zwischen- und Abschlussprüfungen war das eine gute Probe, bei der man viel gelernt hat. Besonders gut hat mir auch das Miteinander gefallen. Man hat viele nette, neue Leute kennengelernt und konnte sich wunderbar über den Beruf, die Ausbildung und andere Interessen austauschen.

Wenn du eine Ausbildung zum Landschaftsgärtner machst, dann kann ich dir den GaLaBau Cup nur ans Herz legen und dir empfehlen, nächstes Jahr auch teilzunehmen! So viele GaLaBauer auf einem Haufen kann nur tolle Arbeit und Spaß bedeuten.

Falls du noch nicht in der Ausbildung bist, aber Interesse hast, kannst du dich auf viele solcher Angebote freuen. Überzeug dich selbst!

Bis bald,

Eure Johanna

Rückblick

Mein grünes NRW 2016

Unter dem Hashtag #meingrünesNRW haben während des Wettbewerbs in den Monaten Juli-September zahlreiche Teilnehmer ihre Lieblingsplätze veröffentlicht.
Auch nach Ende des Wettbewerbs sind wir gespannt auf eure Lieblingsplätze in NRW und freuen uns über jedes Bild, das bei Instagram oder Facebook mit dem Hashtag #meingrünesNRW eingereicht wird.

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