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geschrieben von Leonhard Prein am 10.01.2019

Landschaftsgärtner on Tour 2018 – Hallo Nordirland!

Hey Leute,

endlich ist es soweit: mein Abschlussbericht zu meinem Praktikum in Nordirland ist da! Diejenigen, die den Instagram-Account von mein grünes NRW verfolgt haben, wissen worum es geht; für den Rest erzähle ich es gerne noch einmal kurz.

Ich habe eine der vielen Möglichkeiten genutzt, mich außerhalb meines Betriebes zu engagieren und bin mit Landschaftsgärtner on Tour, dem Erasmus+ Programm des Verbands Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau NRW, nach Nordirland gereist. Für das Praktikum musste ich eine kleine Bewerbung an den Verband schreiben. Diese enthielt ein Motivationsschreiben, meinen Lebenslauf sowie die Einverständniserklärung durch meinen Betrieb Gartengestaltung Vornbrock. Am Ende des Praktikums wird ein kleiner Eigenanteil gezahlt, der aber im Vergleich zu sonstigen Kosten wie Flug und Unterbringung relativ gering ist.

Arbeiten in malerischer Atmosphäre

In den drei Wochen meines Aufenthaltes wurde ich mit einem Freund aus der Berufsschule (welcher glücklicherweise im selben Zeitraum das Praktikum absolviert hat) in einem kleinen, aber feinen Haus in der nordirischen Hauptstadt Belfast untergebracht. Unsere Wochen dort waren relativ durchstrukturiert – arbeiten, kochen, Freizeitgestaltung. Wir waren von montags bis donnerstags auf der Arbeit, der Freitag stand uns zur freien Verfügung. Den nutzten wir natürlich, um Land und Leute zu erkunden – aber dazu später mehr 🙂

Der erste Tag war mit am abenteuerlichsten, da man noch gar nicht wusste, was einen eigentlich erwartete. Hinzu kamen ein paar Hürden in der Kommunikation: Da in Nordirland zwar englisch, aber oft mit starkem Dialekt gesprochen wird, musste man das ein oder andere mal schon genauer hinhören 😉 Unser Arbeitgeber war das „National Trust“: Eine Organisation, die in Nordirland, Schottland und England die öffentlichen Parks, Denkmäler und Wahrzeichen verwaltet, pflegt und bewirtschaftet. Für uns standen zwei Parks zur Auswahl, einmal der Mount Steward und einmal der Rowallane Garden, in dem mein Freund und ich gearbeitet haben. Sehr schöne Gärten mit ganz eigenem Charme.

Allein der Weg zur Arbeit hatte schon einiges für uns zu bieten! Wiesen, Hügellandschaften…wie im Film. Am Park angekommen, boten sich die ersten typischen irischen Elemente der Landschaftsgestaltung: Natursteinmauern.

Im Verwaltungs- und Arbeitszentrum des Parks wurden wir mit einem Team von ca. zehn Gärtnern bekannt gemacht, mit denen wir zusammen arbeiten würden. Nach einer Führung durch den Park erklärte man uns, was unsere Aufgaben für die nächsten drei Wochen sein würden:

  • Beete anlegen,
  • Pflege der Grünflächen, Bäume und Gehölze,
  • Beseitigung von Sturmschäden (am Donnerstag nach unserer Anreise hatte es einen starken Sturm gegeben) und
  • Erstellen eines neuen Weges im Park.

Wie ihr seht, hatten wir eine nahezu malerische Arbeitsatmosphäre! Zum Glück blieb uns auch noch die Zeit, um den Park in Ruhe zu erkunden. Zu bieten hat der nämlich so einiges mit seinen großen, alten Rhododendren und anderen exotischen Pflanzen.

Die Schönheit Irlands erkunden

Wir haben jedoch nicht die ganze Zeit gearbeitet 😉 Was uns bei der Freizeitgestaltung möglich gemacht wurde, hat tatsächlich alle meine Erwartungen übertroffen. Wir haben gemeinsame Ausflüge zur Küste zum Surfen gemacht, waren am Giant’s Causeway (dazu unten mehr) und haben den Mount Steward Park besichtigt. Ich bin immer noch total begeistert von diesem tollen Land! Hier ein paar Fotos aus dem Park:

Das nächste Wochenende ging es für uns nach Irland (Irland und Nordirland sind getrennt), wo wir in einem wunderschönen Haus in der Nähe der Küste unsere Zeit verbracht haben und an zwei Tagen surfen waren.

Der Giant’s Causeway

Zuletzt will ich euch auch noch von unserem Ausflug an die Küste Nordirlands Richtung Schottland erzählen: Der Giant’s Causeway hat uns erwartet, eine Ansammlung aus hexagonalen Basaltsteinen an der Küste. Der Legende nach bestand ein Weg durch das Meer bis nach Schottland….wer weiß, ob dort wirklich einmal Riesen gehaust haben 😉

Schon interessant, was die Natur so alles aus Steinen machen kann… Parallelen gibt es z. B. zu den Bienen: Im Bienenkasten sind die Waben auch hexagonal. Die Erde ist eben doch ein großes zusammenhängendes Ökosystem. Diese hexagonalen Steine gibt es überall auf der Welt verteilt.

Landschaftsgärtner on Tour – unbedingt zu empfehlen!

Mein Praktikum in Nordirland war wirklich eine unvergessliche Zeit, in der ich viel gelernt und Neues gesehen habe! Ich kann euch nur empfehlen, diese Erfahrung auch zu machen, da man unglaublich viel mitnehmen kann. Wenn ihr euch für eine Ausbildung zum Landschaftsgärtner entscheidet, dann nutzt in dieser Zeit unbedingt die Möglichkeit eines Auslandspraktikums! Alle Infos erhaltet ihr bei Jutta Lindner-Roth vom Verband GaLaBau NRW: www.galabau-nrw.de/erasmus

Euer Leo

 

Rückblick

Mein grünes NRW 2016

Unter dem Hashtag #meingrünesNRW haben während des Wettbewerbs in den Monaten Juli-September zahlreiche Teilnehmer ihre Lieblingsplätze veröffentlicht.
Auch nach Ende des Wettbewerbs sind wir gespannt auf eure Lieblingsplätze in NRW und freuen uns über jedes Bild, das bei Instagram oder Facebook mit dem Hashtag #meingrünesNRW eingereicht wird.

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