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geschrieben von Johanna Linnemann am 28.01.2019

Mein Praktikum bei der Baumschule Ley

Halli Hallo ihr Lieben!

Auch wenn das neue Jahr schon einige Tage alt ist, hoffe ich, ihr seid alle gut hinein gestartet. Jahreswechsel bedeutet für viele Zurückblicken auf das alte Jahr, um zu schauen, was alles so passiert ist. Da ich im Moment ein paar freie Tage habe, kann ich das Jahr 2018 auch ausbildungsmäßig mal Revue passieren lassen. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir mein zweiwöchiges Praktikum, welches ich in der Baumschule Ley in Meckenheim absolviert habe. Im Rahmen meiner Ausbildung hatte mir mein Ausbildungsbetrieb diesen Austausch ermöglicht.

Die Baumschule wurde 1891 von Wilhelm Ley gegründet und bewirtschaftet nun nach mehr als 125 Jahren rund 500 Hektar Land, auf denen sie vor allem Alleebäume groß ziehen. 500 Hektar sind weit über 1000 Fußballfelder!

Die Baumschule Ley ist außerdem ein ambitionierter Ausbildungsbetrieb. Seit den 20er Jahren wurden dort schon mehr als 500 Gärtner ausgebildet. An dem Azubi-Unterricht durfte ich auch teilnehmen – dabei habe ich etwas über die gärtnerische Vermehrung durch Steckhölzer gelernt und auch selber welche geschnitten.

Im Laufe des Praktikums habe ich immer für zwei bis drei Tage in den verschiedenen Kolonnen mitgearbeitet, deren Aufgabenbereiche ganz unterschiedlich sind. Am Anfang ging es ans Schneiden. Auf einer Hebebühne sind wir zwischen den Reihen hin und her gefahren und haben die Baumkronen in Form geschnitten. Das macht man, damit der Kronenansatz hinterher auf der passenden Höhe ist. Am Anfang habe ich mich nicht so richtig getraut, ordentlich etwas abzuschneiden, da ich der Meinung war, ich würde vielleicht den Baum falsch beschneiden oder viel zu viel abschneiden. Doch im Laufe des Tages bin ich immer „mutiger“ geworden. Erst nach dem Praktikum habe ich gemerkt, dass mir das die Angst genommen hat, ein Gehölz falsch zurecht zu schneiden.

Außerdem wurde mir gezeigt, wie man einen Ballen richtig von Hand sticht und danach das Ballentuch bindet. Das Ballentuch ist aus Jute, die beim Pflanzen im Boden bleiben kann, da sie verrottet. Auch wie man einen Drahtkorb passend mit dem Ballenharken „auf Zug“ bekommt, durfte ich selber ausprobieren.

Wer jetzt denkt, da wird jeder Baum von Hand gestochen, den muss ich leider enttäuschen. Denn es gibt spezielle Maschinen, die die Ballen stechen. Das fand ich bemerkenswert, wie die Gehölze mit so einem wohlgeformten Ballen ausgestochen, die Krone zusammen gebunden und dann aufgeladen wurden. Allein diese Vorgänge einmal zu sehen, ist beeindruckend.

Abschließend war ich noch im Versand. Dort werden die Waren noch einmal kontrolliert und passend zur Abholung zusammengestellt. Die Ware kann nicht nur vor Ort abgeholt werden, sondern wird auch durch LKW der Baumschule Ley in alle Welt zu den Baustellen gebracht. Im Versand muss man seine Pflanzenkenntnisse besonders unter Beweis stellen, damit beim Kunden auch die richtige Ware ankommt.

Insgesamt diente das Praktikum zur Orientierung, um mir bewusst zu machen, wo überhaupt die Bäume herkommen, die bei uns auf die Baustelle geliefert werden und was alles nötig ist, damit sie gerade und schön gewachsen sind. Doch im Nachhinein merke ich, dass mir das Erkennen von Qualitäten – also wie oft ein Baum umgepflanzt wurde und wie groß er dann ist – viel leichter fällt. Auch meine Pflanzenkenntnisse haben sich dadurch verbessert. Außerdem ist es ein gutes Gefühl, eine Pflanzung mit Gehölzen durchzuführen, bei denen man weiß, wo sie herkommen oder die man sogar selbst mit in der Baumschule ausgestochen hat. Und sollte ich demnächst mal ein Gehölz ballieren müssen, um es an einen anderen Standort zu pflanzen, ist das dank des Praktikums auch kein Problem mehr. 🙂

Solltet ihr die Möglichkeit haben, ein Praktikum in einer Baumschule zu machen, dann kann ich euch das wirklich nur empfehlen! Es war eine super lehrreiche Zeit.

Bis bald,

Eure Johanna

Rückblick

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