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geschrieben von Meike Veit am 31.08.2018

Stipendium gestartet – ästhetische Gartengestaltung

Hallo Fans und Follower,

drei sehr interessante Tage liegen hinter mir,  denn das Einführungswochenende des Exzellenzstipendiums der Stiftung Zukunft NRW, welches drei weitere frisch ausgelernte Gesellen und ich für uns entscheiden konnten, ✌🥇🏆 fand Ende Juli statt.

Wir, sprich die Gewinner des Stipendiums, trafen uns mit den Ausbildern der vier Standorte sowie den Stiftungsköpfen selbst an ausgerechnet “meinem” Standort, Arends Staudengärtnerei in Wuppertal Ronsdorf, um uns besser kennenzulernen.

Der sonnige Tag ☀ begann voller Anspannung, welche sich durch die freundliche Aufnahme und ein Frühstück, das in einen Brunch überging, schnell legte. Wir unterhielten uns sehr nett und besprachen die Ziele des Stipendiums.

Im Vordergrund steht der Projektbericht aller Stipendiaten. Dieser soll eine Kurzbeschreibung des Stipendiaten-Aufenthalts im Betrieb beinhalten – sprich die Aufgaben, was war besonders toll, was hat Spaß oder auch keinen Spaß gemacht. Ebenfalls soll über Exkursionen und Veranstaltungen berichtet werden, welche quasi an der Tagesordnung stehen. Auch die persönlichen Erwartungen, mit denen wir das Stipendium angetreten haben und ob sie erfüllt wurden, spielen eine große Rolle. 😇 Die Erkenntnisse, die aus dieser Zeit mitgenommen werden, beeinflussen definitiv den späteren beruflichen Werdegang. 😏

In diesem Sinne zum weiteren Verlauf des Wochenendes: Am Nachmittag, nachdem wir eine Rundführung durch die Gärtnerei erhalten 🌺🌸🌷🌳🌼 und uns von allen “Erwachsenen” verabschiedet hatten, bauten wir unser Nachtlager auf, denn…auf unserem Plan stand zelten! ⛺🌄 Wir einigten uns auf einen schattigen Platz unter Linden. Der Ausblick über das hügelige Wuppertal bis nach Remscheid war faszinierend. 👍💖

Wir begannen noch am Samstag mit den ersten Lerneinheiten.📃📚 Als erstes auf dem Plan stand die strukturierte Bepflanzung von Staudenbeeten. Staudenbeete, mit fließenden Linien und trotzdem einer Wiederholung der Anordnung der Pflanzenauswahl – in der heutigen Gartengestaltung ein No-Go. Doch wir lernten in kurzer Zeit, es möglich zu machen.

Am Sonntag ging es um das Anlegen eines Gartens. Wir wurden mit Feststellungen konfrontiert, die so nicht in die Gartengestaltung eingebracht werden. Doch alle zusammen ergaben schließlich einen Sinn.

Im Vordergrund steht es, die Erde zu formen. 🌍 Eine bessere Ästhetik entsteht durch gerade Ebenen, keine Böschungen. Auch Treppen sind super! Eine Schwelle wird überschritten und es wird Neugierde durch die ungewisse Führung erweckt. Das Klima und die Bodenverhältnisse entscheiden über die Gestaltungsform. Über den Boden an sich: Ist er nackt? Oder bedeckt, mit Wasser, Steinen oder Pflanzen? Zum eigentlichen Beginn braucht man einen Anfang. Was ist schon da? Was konkurriert miteinander? Ein Wahrzeichen muss her! Welche Orientierung bietet es, indem es gleichzeitig einen Zielpunkt setzt und zudem im Mittelpunkt steht.

Gerade in der heutigen Zeit ist es wichtig, Grenzen zu ziehen. Das Wohlbefinden des Menschen wird dadurch bestimmt. Entscheidend ist nur, wie hoch oder tief sie ist. Eine Grenze kann aus Hecken, einem Zaun, einem Gebüsch oder gar Bäumen sowie einer Mauer bestehen. Es können auch einfach nur einzelne Flächen eingefriedet werden. Dies gibt Sicherheit. Ein Garten ist ein Ort, an den man sich zurückziehen möchte, er gibt Sicherheit durch Boden, Wände und Dach – wie ein Haus. 🏡 Ein Dach kann z. B. ein Schirm sein, auch ein Baumdach oder Markisen dienen unter anderem zum Schutz vor der Witterung. Öffnungen können durch Fenster, Türen, Tore, eine Brüstung oder eine Arcade entstehen.

In einem Garten sollte ein eigenes Klima geschaffen werden. Dies geschieht durch Wasser, Licht und Schatten. Der Garten entwickelt so eigene Schwerpunkte, Themen, an denen sich individuell aufgehalten werden kann. Düfte – durch Blumen, feuchte Erde oder gar Kompost – tragen dazu bei. Das zieht Tiere an, Bienen und Vögel. 🦎🕊🐜🐞🐛 Zum Schluss geht es an die Bepflanzung. Die Pflanze verbindet den Menschen mit einem Ort. Durch den Wechsel der Jahreszeiten gibt es immer wieder Höhepunkte, unterschiedliche Farben und Düfte und neue Lebensbereiche. Es müssen nur folgende SPIELREGELN eingehalten werden: DU bist der REGISSEUR 🎬🎥🎞 – lasse das malerische Auge entscheiden und sei Sammler und Philosoph! 🌱

Am Montag stand dann noch unsere kreative Entwicklung auf dem Plan. Wir durften malen. Wir mussten sogar! Ohne nachzudenken, einfach raus. 🎨 Im Hintergrund klassische Musik laufend, 🎵 enstanden so einzigartige Kunstwerke. Zu guter Letzt prüften wir bewusst die Ergebnisse, die aus dem Unbewussten kamen. Erstaunlich, wie die positive Wirkung einer zunächst nicht begründbaren Entscheidung, in diesem Falle des Malens, zu einem tollen Ergebnis führte.

Am Dienstag ging es dann für mich nach Hause, für alle anderen zu ihren Standorten. Prägende drei Tage, die ich so schnell nicht vergessen werde und welche mein Handeln im Alltag und den Blick auf den Umgang miteinander und das Leben selbst, positiv verändert haben.

Aufgrund einer Strecksehnendurchtrennung in der Hand bin ich leider vorerst außen vor und darf aktuell nicht am Stipendium teilnehmen. Je nach weiterem Verlauf trete ich nachträglich aber noch hinzu. Ihr werdet in Kürze wieder von mir hören!

Eure #Meike

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Rückblick

Mein grünes NRW 2016

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