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geschrieben von Leonhard Prein am 09.01.2018

Wenn der Garten zum Wohnzimmer wird…

Frohes Neues, liebe Gartenfans!

Draußen ist es kälter geworden…der Schnee ist gefallen (und leider auch genauso schnell wieder geschmolzen) und Weihnachten ist vorbei, ebenso wie das Jahr 2017! Ich hoffe, ihr habt die kleine Winterpause genutzt, um Zeit mit euren Liebsten zu verbringen, euch vom Alltagsstress zu erholen und auf das vergangene Jahr zurückzublicken. Habt ihr alle Ziele, die ihr euch gesteckt habt, erreicht? Wahrscheinlich habt ihr genauso wie ich ein wenig den Gedanken an sie verloren und leider nicht alles erreicht… aber ich denke das ist okay für uns, es geht wohl jedem so. Das Wichtigste ist ja auch, die schönen Momente mitzunehmen und im neuen Jahr noch mehr davon zu haben.

Hier seht ihr einen kleinen Einblick in unsere wunderbare Winterlandschaft bei mir zu Hause. Na, wer erkennt, welches Gehölz hier steht? 😉 Habt ihr selbst ein paar schöne Winterbilder geschossen?

Ein schöner Moment ist es auch für unsere Firmen und Kunden, wenn die lang geplanten Baustellen endlich fertig sind – der ganze Dreck in den Ecken ist beseitigt, man kann trockenen Fußes vom Auto ins Haus kommen, sich auf die neue Terrasse stellen und den Grill anmachen.
Wie sich die Jahreszeiten ändern und das Jahr vorbei ist, so setzen sich auch verschiedene Gartentrends durch – zum Beispiel modische Pflanzen wie der Prunus lusitanica (Portugisischer Loorbeer) oder Keramik- und Feinsteinmaterial. Wir von der Gartengestaltung Vornbrock setzen in den letzten Jahren vermehrt Keramikplatten für den Außenbereich ein. Der Trend geht dahin, sich sein Wohnzimmer in den Garten zu holen. Für unsere Kunden haben wir extra eine Auswahl an Keramikplatten am Betriebshof.

Nachdem ich dieses Bild im aktuellen Katalog von KANN gesehen habe, bin ich persönlich davon überzeugt – es sieht einfach wunderschön und bequem aus mit einer allgemein ruhigen Atmosphäre.

Bisher war ich skeptisch beim Umgang mit Keramikplatten, ich kannte diese nur aus dem Innenbereich. Eignen sich die Platten überhaupt für außen?

Im Vergleich zu drinnen haben wir eine wesentlich höhere Wasserbelastung und die Frost-Tauwechsel kommen hinzu. Zusätzlich konnte ich mir gerade die Platten in Holz-Optik so gar nicht vorstellen…

Bei korrektem Einbau (nach Herstellervorschrift) haben die Platten kein Problem bei der Wasserführung. Eine Verlegung kann sowohl in gebundener Bauweise auf wasserdurchlässigem Beton erfolgen, in ungebundener Bauweise mit Splitt und Sand, als auch auf sogenannten Stelzlagern, die vom Hersteller vorgefertigt werden. Jetzt kommen ein paar Bilder von einer tatsächlichen Baustelle: In Voerde haben wir ein Podest für einen Hauseingang gebaut. Am Anfang der Baustelle haben wir eingemessen, den rechten Winkel abgesteckt etc.
Das Interessante bei dieser Baustelle war, dass wir die Keramikplatten nicht nur als Trittfläche benutzt haben, sondern auch als Sturz unter den Platten. Dazu müssen diese Platten erstmal geschnitten werden. Vorsicht beim Schneiden der Platten, denn sie brechen schnell, wenn man es falsch macht. Einmal anzeichnen und den Strich anschneiden, jedoch nicht komplett durchschneiden, da die Platte sonst nach circa der Hälfte bricht und das wollen wir selbstverständlich nicht. Nachdem wir den gesamten Strich leicht angeschnitten haben, kann nun die komplette Platte durchtrennt werden. Die geschnittenen Platten werden dann als Sturz in Beton gesetzt, genau wie ein Kantenstein. Sie sind jedoch nur 2 cm stark, weshalb es um einiges schwieriger ist, diese lot- und waagerecht zu setzen.

Mit etwas Geduld sieht es dann so aus. Die alte Stufenanlage haben wir einfach drin gelassen, da später mit Beton aufgefüllt wird. Wenn ihr euch wundert, wieso dort zwei Rohre mit einbetoniert wurden: Über den Eingang kommt noch ein kleines Vordach und dort werden später die Pfosten gesetzt.

Die kleinen Platten müssen selbstverständlich aushärten, sonst verschiebt man diese wieder beim Einfüllen des Betons und macht sich seine Mühe doppelt. Selbst nach einem Tag muss man beim Anfüllen aufpassen. Es handelt sich hier aber nicht um normalen Beton aus Zement und Sand. Dieser würde nicht genügend Wasser ableiten. Hier wurde mit sogenanntem Einkornbeton bzw. Monokornbeton oder Drainbeton gearbeitet, bei dem der Zuschlagstoff aus Splitt oder Kies ist. Nachdem der Beton eingefüllt war, wurde er abgezogen und nach und nach wurden die Platten mit Caraflex-Kleber auf das Betonplanum geklebt.

Nach Abschluss der Arbeiten hieß es ordentlich sauber machen, damit keine Betonflecken zurück bleiben. Dann mussten wir alles aushärten lassen. Nach ein paar Tagen wurde die Fuge mit Kunstharz aufgefüllt, sodass selbst die Fugen Wasser führen. Der Teil mit dem neuen Material Keramik war bei dieser Baustelle damit abgeschlossen… es folgten noch Anschlussarbeiten wie die Wege zum Podest und zwei Auffahrten, die wir in den nächsten Tagen erledigt haben.

Ich hoffe, ich konnte euch die ein oder andere Sache erklären – vielleicht habt ihr ja sogar selbst schon einmal mit Keramik gearbeitet und könnt euer Wissen mit mir teilen? Kommentiert doch einfach diesen Beitrag bei Facebook und lasst mich wissen, was ihr von diesem Material haltet!

Ich wünsche euch alles Gute für die nächsten Wochen!

Euer Leo

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